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Hüftgelenkprothese Bei Hüftgelenkprothesen wird zwischen (Hüft-/Oberschenkel-)Kopfprothesen, Schaftprothesen (Stielprothesen) (Femurschaft) und Hüftpfannenprothesen unterschieden. Werden sowohl der Gelenkkopf als auch die Gelenkpfanne ersetzt, handelt es sich um eine Total-Endo-Prothese (TEP). Eine neuere Form der Schaftprothese ist die Kurzschaftprothese, die fast ausschließlich im Schenkelhals des Femur verankert wird. Neuere Prothesenformen Daneben gibt es zwei neuere Prothesenformen, bei denen der obere Teil des Oberschenkelknochens in weitaus größerem Umfang erhalten bleibt. Während bei der Schaftprothese der Kopf des Oberschenkelknochens und der Schenkelhals (völlig) entfernt werden, wird bei der McMinn- oder Hüftkappen-Prothese (engl. resurfacing) lediglich die Oberfläche des Gelenkkopfes entfernt und durch eine Metallkappe ersetzt. Bei der Druckscheibenprothese wird der gesamte Gelenkkopf und ein Teil des Schenkelhalses ersetzt. Prothesen, bei denen der Knochen in größerem Umfang erhalten bleibt, sind vor allem für jüngere Patienten interessant, weil hier mehr Möglichkeiten bei einer späteren Revision bestehen. Diese neueren Prothesenformen sind bereits seit über zehn Jahren im Einsatz und weisen sehr gute Erfolgsquoten auf. Operative Behandlung Die Operation kann sowohl unter Vollnarkose als auch mit einer Spinalanästhesie durchgeführt werden. Zunächst werden die verschlissenen Gelenkoberflächen und der bisherige Gelenkkopf am Oberschenkel entfernt und der verbleibende Knochen für das Implantat vorbereitet. Dadurch können evtl. vorhandene Beinlängendifferenzen meistens vollständig ausgeglichen werden.Danach erfolgt die Implantation und Verankerung der beiden Gelenkkomponenten mit den oben beschriebenen Alternativen. Für die gesamte Operation bis Wundverschluss kann etwa mit 1,5 Stunden gerechnet werden. Der Patient kommt zur Überwachung in eine Aufwacheinheit. Nach weiteren 2 bis 4 Stunden erfolgt dann die Rückverlegung in die Normalstation. Moderne minimal-invasive Operationstechniken, wie etwa die "Yale Technik" erlauben heute eine gewebeschonende Art der Implantation. Diese Technik wird deutschlandweit mit steigender Tendenz von vielen Zentren mit sehr gutem Erfolg angewandt. Der Vorteil ist die schnellere Rehabilitation der Patienten als bei den konventionellen Techniken aufgrund der schonenderen Weichteilbehandlung. Dies betrifft jedoch nur die ersten Tage nach der Operation. Im weiteren Verlauf gibt es keinen Unterschied zwischen den einzelnen Techniken in der Beweglichkeit oder Belastungsfähigkeit des Hüftgelenkes. Die Minimalinvasive Technik ist nicht bei jeder Hüftgelenkserkrankung anzuwenden und hat ihre Grenzen. Ärztliche Betreuung nach der OP In den ersten Tagen nach der Operation werden Wundschmerzen mit Medikamenten aufgefangen. Die krankengymnastische Bewegungstherapie des operierten Beines beginnt. Bereits am 1. Tag nach der Operation wird man aus dem Bett geholt und kann die ersten Schritte selbst laufen. Die Mobilität wird täglich zunehmen bis auch größere Strecken selbständig zurückgelegt werden können. In den ersten Wochen werden dazu Unterarmgehstützen benutzt, um die Gangsicherheit zu verbessern und das operierte Hüftgelenk nicht zu überlasten. Die stationäre Behandlung in den meisten Kliniken dauert nach einem komplikationslosen Eingriff ca. 8 bis 10 Tage. In dieser Zeit wird eine Anschlussheilbehandlung festgelegt. In diesen Rehabilitationskliniken sollten die Mobilität weiter verbessert und die das Hüftgelenk stabilisierende Muskulatur gezielt trainiert werden. In darauf spezialisierten Kliniken werden mit Standardimplantaten Langzeitergebnisse von über 15 Jahren erreicht. Sie erlauben in über 90 % der Fälle ein gutes funktionelles Ergebnis (Laufen, Stehen) bei weitgehender Schmerzfreiheit. Regelmäßige Verlaufskontrollen in der Klinikambulanz oder beim Orthopäden mit klinischer und röntgenologischer Untersuchung sollen diese Ergebnisse langfristig begleiten. Risiken eines solchen operativen Eingriffes Die Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes bleibt auch heute mit einem geringen Risiko verbunden. Dazu gehören evtl. die Bildung von Blutgerinnseln während oder nach der Operation in den Beinen (Thrombose), die Wundheilungsstörung (Infektionen), der postoperative Bluterguss, die Nachblutung und die Möglichkeit einer Verletzung von Nerven und Blutgefäßen. Selten kommt es zu Absprengungen am OS-Knochen, die dann einer zusätzlichen Stabilisierung durch Verdrahtung oder Schrauben bedürfen. Die genannten Risiken treten in darauf spezialisierten Kliniken in weniger als einem Prozent der Behandlungsfälle auf. Verankerung von Prothesen im Knochen * zementierte Prothesen werden mittels
Knochenzement im Knochen fixiert
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