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Schönheitsoperation: Brustverkleinerung
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Indikation
Die Indikation, d. h. der Anlass einer solchen Operation kann kosmetische oder auch medizinische Gründe haben. Eine relative Indikation ist der Wunsch nach einer kosmetischen Verbesserung.

Die Grenze zwischen dem rein kosmetischen Anlass und einer medizinischen Notwendigkeit der Operation liegt nach Ansicht verschiedener Fachärzte bei einem Gewicht von ca. 500 g, das bei einer Operation auf jeder Seite der Brust zu entfernen wäre.

Eine absolute Indikation sind Beschwerden, meist Schmerzen im Bereich von Brustbein und Rücken. Typisch sind Wundheilungsstörungen nach Brustkorboperationen (Thoraxoperationen) mit Eröffnung des knöchernen Brustkorbes (Thorax). Dabei wird das Brustbein (Sternum) vertikal in voller Länge durchtrennt. Die knöcherne Ausheilung des durchtrennten Brustbeines kann sich durch eine sehr große Brust als Problem erweisen.

Auch bei Männern mit stärkerem Brustansatz kann eine Mammareduktionsplastik indiziert sein. Hormonell bedingtes Brustwachstum bei Männern ist häufiger, als allgemein angenommen wird, und für die betroffenen Patienten psychisch sehr belastend.
 

Methode:
Die Operation erfolgt in Narkose. Problematisch ist, dass die Brustwarzen mit dem Warzenhof erhalten bleiben müssen. Die Brustwarzen werden ringförmig umschnitten. Entfernt wird das Drüsengewebe und Fettgewebe aus dem unteren Brustbereich sowie überschüssige Haut aus dem unteren Brustbereich. Sollte es dabei zu einer Unterbrechung der Blutversorgung zu den Brustwarzen kommen, so stirbt der Bereich der Brustwarzen und der Warzenhöfe ab (Nekrose). Funktionell sind die Brustwarzen nach dem Stillen der Kinder nicht mehr erforderlich. Allerdings ist diese seltene Komplikation ein ästhetische Katastrophe für die Patientin. Öffentlich bekannt wurde ein solcher Fall 1993 in Hannover.
 

Nutzen-/Risikoabwägung
Bei der Brustverkleinerung handelt es sich um einen operativen Eingriff, der sorgfältig geplant werden muss, um zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Patientin zu führen. Je größer das Gewicht ist, das bei der Operation entfernt wird, desto größer ist der gesundheitliche Nutzen der Patientin. Zielgrößen B-Cup oder C-Cup können in der Regel unabhängig von der Ausgangsgröße erreicht werden.
 

Medizinische Risiken
Etwa 2 bis 2,5 Prozent aller behandelten Patientinnen haben nach dem operativen Eingriff mit einer Infektion zu kämpfen. Diese Infektionen können auch noch Monate oder Jahre nach der Operation auftreten. Unbemerkt verlaufende Infektionen können langfristig zu einer Einkapselung des Implantats führen. Dabei kapselt der Körper die Implantate unterschiedlich auffällig in eine harte Kollagenhülle ein. Durch Antibiotika lässt sich so etwas möglicherweise vermeiden. Je besser und professioneller der Eingriff erfolgt, desto unwahrscheinlicher ist der Auftritt einer späteren Infektion.

Nicht optimal verlaufende Operationen können asymmetrische Brüste hervorrufen, manchmal verrutschen auch die Implantate, so dass aus ästhetischen Gründen nachoperiert werden muss.

Das Krebsrisiko bei Frauen mit Brustimplantaten ist jedoch nicht höher als normal. Des weiteren konnte das Risiko einer Kapselfibrose (schmerzhafte Verhärtung der Brust) im Laufe der Jahre deutlich verringert werden, so dass dieses Problem nur noch selten bei Patientinnen vorzufinden ist.

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